Evangelische Stiftung Hephata - thomas
http://www.hephata-wohnen.de - gedruckt am: 18.05.2013 22:48 Uhr
Ihr Weg zu uns...
 

Lucas, 19 Jahre

„Hallo, ich bin Lucas. Ich arbeite in der Betriebsstätte Spielkaulenweg der Hephata Werkstätten in Mönchengladbach als BUFDI (BUFDI= Bundesfreiwilligendienstler).
Mit 16 hatte ich meine Mittlere Reife in der Tasche und habe dann direkt eine Ausbildung zum Elektrotechniker gemacht. Allerdings eröffnete mein Chef mir ein halbes Jahr vor Ende meiner Ausbildung, dass er mich nicht übernehmen könnte. Erst war ich enttäuscht und wusste nicht, was ich machen sollte. Doch dann hörte ich von Freunden vom Bundesfreiwilligendienst! Mein Chef hat mir dann von Hephata erzählt. Sein Sohn hatte bei Hephata seinen Zivildienst gemacht und er hatte eine echt gute Zeit. Meine Familie hat mich bei meiner Entscheidung für den Bundesfreiwilligendienst unterstützt und gemeint, es wäre bestimmt eine gute Erfahrung.
Jetzt bin ich seit einem halben Jahr hier und es macht mir viel Spaß. Ich mag vor allem die vielen netten Leute und die gute Arbeitsatmosphäre. Am Anfang hatte ich ein wenig Angst davor, bei den Mitarbeitern mit Behinderung etwas falsch zu machen, weil ich bisher noch gar keine Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderung hatte. Aber das hat sich zum Glück schnell gelegt. Alles ganz normal! Und was die Arbeit betrifft - ich war überrascht, was hier von Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam produziert wird. Die Unterstützung von Mitarbeitern mit Behinderung bei der Produktion, aber auch gemeinsam eine Runde kickern, natürlich in der Pause, das macht wirklich Spaß.
Von Kollegen habe ich gehört, dass man mit einer Zusatzausbildung, die ich neben der Arbeit am Hephata Berufskolleg machen kann, und meiner abgeschlossenen Elektrotechnikerausbildung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung als Gruppenleiter arbeiten könnte. Mal sehen, vielleicht bewerbe ich mich ja. Das weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall hat mir die Zeit hier viel gebracht und jetzt bin ich froh, dass ich damals von meinem alten Chef nicht übernommen wurde!“
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) wird von der Ev. Stiftung Hephata in Kooperation mit dem Diakonischen Werk angeboten. Die Ev. Stiftung Hephata ist die Einsatzstelle und das Diakonische Werk organisiert neben den Bildungstagen (25 Bildungstage im Jahr), die administrativen Aufgaben (Verträge, Abrechnung, Unfallversicherung, Sozialversicherung, Zeugnisse, Bescheinigungen etc.). Der BFD ist im Gegensatz zum Freiwilligen Sozialen Jahr altersunabhängig, d.h. auch Interessenten über 27 können den BFD absolvieren. Der BFD ist eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit, in der die Freiwilligen eine Vergütung in Höhe von ca. 350 € im Monat erhalten. Die Beiträge zur Sozialversicherung übernimmt allerdings die Einsatzstelle vollständig.
Die Ev. Stiftung Hephata stellt jedes Jahr ca. 80 Praxisplätze für ein Freiwilliges Jahr (BFD oder FSJ) zur Verfügung. Es besteht neben dem Bundesfreiwilligendienst auch die Möglichkeit, ein FSJ oder ein Jahrespraktikum zu absolvieren. Je nach persönlichen Interesse und Belangen wird die geeignete Vertragsform gewählt.